Erlebe die ultimative Analyse zur WM-Gruppe G: Kann Belgien endlich liefern, oder stehlen Salah, Taremi und Wood den Favoriten die Show? Dein Guide zum Spektakel!

NationFIFA-RankingTop-StarWM-TeilnahmenPrognose Platzierung
Belgien9Kevin De Bruyne151. Platz (9 Pkt.)
Ägypten29Mohamed Salah42. Platz (4 Pkt.)
Iran20Mehdi Taremi73. Platz (2 Pkt.)
Neuseeland85Chris Wood34. Platz (1 Pkt.)

Belgien: Der ewige Favorit am Scheideweg

Wenn Du an die belgische Nationalmannschaft denkst, schwingt immer eine Mischung aus Bewunderung und Melancholie mit. Die „Rote Teufel“ treten in Nordamerika zu ihrer insgesamt 15. Weltmeisterschaft an – ein beachtlicher Wert, der sie zum klaren Erfahrungsträger in der Gruppe G macht. Doch die Geister der Vergangenheit verfolgen das Team. Wir erinnern uns schmerzlich an das Debakel in Katar vor vier Jahren: Ein sang- und klangloses Aus in der Gruppenphase, obwohl man mit vier Punkten eigentlich solide dastand. Damals markierte das Turnier das bittere Ende der „Goldenen Generation“ um einen Eden Hazard, dessen Stern bereits verblasst war.

Vier Jahre zuvor, im russischen Sommer 2018, sah die Welt noch anders aus. Der Gewinn der Bronzemedaille nach einem Sieg gegen England im Spiel um Platz drei nährte die Hoffnung, dass Belgien endlich den Thron des Weltfußballs erklimmen könnte. Unter dem neuen Taktikgeber Rudi Garcia soll nun alles anders werden. Garcia, der das Erbe von Roberto Martínez und den Übergang nach der Ära der großen Namen moderiert, hat eine Mannschaft geformt, die ungeschlagen durch die Qualifikation marschiert ist. Die Balance zwischen jugendlicher Unbekümmertheit und der abgeklärten Routine der verbliebenen Altstars scheint dieses Mal das Erfolgsrezept zu sein.

Der Fixpunkt: Kevin De Bruyne

Man kann über die Explosivität eines Jérémy Doku streiten oder die physische Präsenz eines Romelu Lukaku bewundern – doch das Herzstück der Belgier bleibt Kevin De Bruyne. Für den Regisseur von Manchester City ist dieses Turnier vermutlich der letzte Vorhang auf der ganz großen Weltbühne. Nach einer komplizierten Vereinssaison bei Napoli unter Antonio Conte, in der De Bruyne öffentlich Unmut über die taktische Marschroute äußerte, wirkt die Nationalelf für ihn wie eine Befreiung. Unter Garcia darf „KDB“ wieder das tun, was er am besten kann: Räume finden, die kein anderer sieht, und Pässe spielen, die physikalische Gesetze auszuhebeln scheinen. Wenn Du wissen willst, wie weit Belgien kommt, musst du nur auf die Körpersprache von De Bruyne achten. Er ist der Seismograph des belgischen Spiels.


Ägypten: Die Pharaonen greifen nach dem historischen Meilenstein

Ägypten ist zweifellos der Adel des afrikanischen Fußballs. Mit sieben Titeln beim Africa Cup of Nations haben sie eine Dominanz auf ihrem Heimatkontinent zementiert, die ihresgleichen sucht. Doch so glanzvoll ihre Bilanz in Afrika ist, so blass blieb sie bisher auf der Weltbühne. Es ist fast paradox: Während die legendären ägyptischen Teams der 2000er Jahre den Kontinent beherrschten, verpassten sie regelmäßig die WM-Qualifikation. Nun nehmen sie erst zum zweiten Mal in diesem Jahrhundert und insgesamt zum vierten Mal teil.

Die Qualifikation für 2026 war jedoch ein Statement. Acht Siege, zwei Unentschieden, 20 erzielte Tore bei nur zwei Gegentreffern – die Defensive steht wie die Pyramiden von Gizeh. Das Ziel ist klar definiert: Zum ersten Mal in der Geschichte will Ägypten die K.o.-Runde einer Weltmeisterschaft erreichen. Die Mannschaft von Trainer Rui Vitória sprüht vor Selbstbewusstsein und will beweisen, dass sie mehr ist als nur eine Ein-Mann-Show.

Die Legende am Horizont: Mohamed Salah

Natürlich fokussiert sich alles auf Mohamed Salah. Der „Egyptian King“ blickt auf eine schwierige Vorbereitungszeit zurück. Seine letzte Saison bei Liverpool deutete darauf hin, dass die Jahre an der absoluten Weltspitze ihren Tribut fordern; Kritiker sprachen gar von einem Spieler im Herbst seiner Karriere. Zudem schwingt das Trauma von 2018 mit, als Salah nach einer Schulterverletzung aus dem Champions-League-Finale physisch angeschlagen ins Turnier ging und sein volles Potenzial nie abrufen konnte. Doch Salah wäre nicht Salah, wenn er nicht pünktlich zum Turnierstart zur Hochform auflaufen würde. Mit neun Toren in der Qualifikation hat er bewiesen, dass sein Torinstinkt unvermindert ist. Flankiert von Akteuren wie Trezeguet und Omar Marmoush, lastet zwar immer noch viel Druck auf seinen Schultern, aber die Last ist heute besser verteilt als noch vor acht Jahren.


Iran: Team Melli trotzt den Widrigkeiten

Der Iran hat sich als feste Größe etabliert und tritt zum vierten Mal in Folge bei einer Endrunde an. Doch der Weg nach Nordamerika war geprägt von politischen Spannungen und logistischen Albträumen. Die diplomatischen Konflikte mit dem Co-Gastgeber USA sorgten im Vorfeld für Unruhe, und auch die Organisation während des Turniers ist eine Herausforderung für sich. Stell Dir vor, Du musst für jedes Spiel in die USA reisen, hast aber Dein Basislager im fernen Mexiko. Diese logistische Belastung könnte am Ende das Zünglein an der Waage sein, wenn es um die notwendige Frische in der Schlussphase der Gruppenspiele geht.

Sportlich gesehen hat Nationaltrainer Amir Ghalenoei jedoch viel Lob geerntet. Er ist bekannt dafür, seine Taktik flexibel an den Gegner anzupassen – mal tief stehend mit schnellen Kontern, mal mutig im Pressing. „Team Melli“ ist für jeden Gegner in dieser Gruppe unangenehm zu bespielen.

Der Vollstrecker: Mehdi Taremi

Wenn es darum geht, wer die Hoffnungen der iranischen Fans trägt, fällt immer ein Name: Mehdi Taremi. Der 33-jährige Angreifer ist bereits der erfolgreichste WM-Torschütze seines Landes und hat in der Qualifikation mit fünf Treffern erneut geliefert. Taremi ist ein Stürmer der alten Schule, der aber auch spielerisch Akzente setzen kann. Sein Doppelpack gegen England im Jahr 2022 hat gezeigt, dass er sich vor den großen Namen der Branche nicht verstecken muss. In einer Gruppe, in der die Plätze hinter Belgien hart umkämpft sein werden, könnte seine Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor den Unterschied zwischen Heimflug und Achtelfinale ausmachen.


Neuseeland: Die Rückkehr der All Whites

Nach 16 Jahren Abstinenz sind sie endlich wieder dabei. Die Neuseeländer sind zweifellos die großen Gewinner der Turniererweiterung. Als am niedrigsten geranktes Team der Gruppe G gehen sie zwar als krasser Außenseiter ins Rennen, doch wer die „All Whites“ unterschätzt, begeht einen fatalen Fehler. Wir erinnern uns an 2010, als Neuseeland das einzige Team des Turniers war, das ungeschlagen blieb (drei Unentschieden in der Vorrunde) – und dennoch ausschied.

Darren Bazeley hat eine Truppe geformt, die über den Kampf und eine enorme physische Präsenz kommt. Sie wissen, dass sie spielerisch gegen Belgien oder Ägypten limitiert sind, aber sie werden jeden Grashalm in den Stadien der USA und Mexikos umpflügen, um für eine Überraschung zu sorgen.

Der Leitwolf unter Druck: Chris Wood

Der Erfolg oder Misserfolg Neuseelands steht und fällt mit Chris Wood. Der bullige Angreifer von Nottingham Forest ist die Lebensversicherung seines Teams. Mit neun Treffern war er der überragende Torschütze der Qualifikation in Ozeanien. Sorgen bereitet jedoch seine Fitness. Eine verletzungsgeplagte Saison 2025/26 schränkte ihn massiv ein; nur 15 Einsätze in der Premier League stehen zu Buche. Damit Wood gegen die Verteidiger vom Kaliber eines Jan Vertonghen oder Ahmed Hegazy bestehen kann, muss er bei 100 Prozent seiner Leistungsfähigkeit sein. Wenn Wood fit ist, ist er in der Luft eine Waffe, die jede Abwehr der Gruppe G vor Probleme stellt.


Das Schlüsselspiel: Ägypten gegen Iran – Showdown in Seattle

Markiere Dir den 26. Juni fett im Kalender! Im Lumen Field von Seattle wird sich voraussichtlich entscheiden, wer Belgien in das Achtelfinale folgt. Da Belgien als Favorit auf den Gruppensieg gilt und Neuseeland als Außenseiter, ist dieses direkte Duell am letzten Spieltag ein wahres Endspiel.

Sollte Ägypten bis dahin gegen Belgien verloren, aber gegen Neuseeland gewonnen haben, und der Iran ein ähnliches Schicksal ereilt haben, wird dieses Spiel zur psychologischen Schlacht. Hier trifft afrikanische Finesse auf asiatische Leidenschaft. Für beide Nationen wäre das Erreichen der K.o.-Runde ein historischer Erfolg – dementsprechend hitzig wird es auf dem Rasen zugehen.


Prognose: Wer überlebt die Gruppe G?

Schauen wir den Tatsachen ins Auge: Belgien wird sich diese Butter nicht vom Brot nehmen lassen. Trotz des Status als „ewiger Underachiever“ ist die individuelle Qualität im Kader von Rudi Garcia zu hoch für die Konkurrenz in dieser Gruppe. Wir erwarten souveräne neun Punkte für die Red Devils.

Dahinter wird es ein knallhartes Hauen und Stechen. Die logistischen Probleme des Irans sowie die physische Fragilität von Chris Wood spielen Ägypten in die Karten. Mohamed Salah wird seine Klasse in den entscheidenden Momenten aufblitzen lassen. Wir prognostizieren, dass Ägypten mit vier Punkten den zweiten Platz belegt, während der Iran und Neuseeland sich gegenseitig die Punkte wegnehmen und mit zwei bzw. einem Zähler die Segel streichen müssen.

Meine finale Tabelle für Dich:

  1. Belgien – 9 Punkte (Souveräner Gruppensieg)
  2. Ägypten – 4 Punkte (Historisches Erreichen des Achtelfinals)
  3. Iran – 2 Punkte (Knappes Scheitern aufgrund fehlender Effizienz)
  4. Neuseeland – 1 Punkt (Achtungserfolg durch ein Unentschieden)

Bist Du bereit für den Anpfiff? Diese Gruppe verspricht Drama, Heldenreisen und vielleicht die eine oder andere Träne der Enttäuschung. Genieß das Spektakel!

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