Das rasanteste Duell im französischen Pokal: Nantes gegen Nice im brisanten Wiedersehen vom 2022-Finale – wer schafft den Sprung in die letzte Acht?
| Fakten im Überblick | Details |
|---|---|
| Datum | Sonntag, 16. Januar 2023 |
| Ort | Stade de la Beaujoire, Nantes |
| Wettbewerb | Coupe de France, 3. Runde |
| Teams | Nantes – Nice |
| Letzte Begegnung | Finale 2022 (Nantes gewann 1:0) |
| Aktuelle Form Nantes | 3 Spiele ungeschlagen (2 W, 1 N) |
| Aktuelle Form Nice | 2 positive Ergebnisse in 11 Spielen, zuletzt 1 Sieg, 1 Unentschieden |
| Nächste Ziele | Qualifikation für die Runde der letzten 16 |
| Ambitionen | Das letzte Mal in den letzten 16 war Nantes 2023, Nice strebt die dritte Teilnahme in Folge an |
Die emotionale Ausgangslage: Kampfgeist gegen Abstiegsangst
Der nächste Pokalkracher zwischen Nantes und Nice trägt die Last der Vergangenheit und die Spannung der Zukunft auf den Schultern. In der Riege der französischen Fußball-Cutures stehen zwei Teams, die unterschiedlicher kaum sein könnten, aber auf ein gemeinsames Ziel hinarbeiten: Der Einzug in die Runde der letzten 16.
Nantes, die Heimathütten-Helden, die nach einem harten Start ins Jahr 2026 mit einem 2:0-Erfolg über Marseille Rückenwind sammelten, haben bereits gezeigt, dass sie mehr sind als nur eine Mannschaft in der Krise. Die jüngsten drei Spiele ohne Niederlage – inklusive des Finals 2022, bei dem sie nur knapp mit 1:0 gegen Versailles gewannen – belegen ihre Widerstandskraft. Unter Ahmed Kantari, der das Ruder vor wenigen Monaten übernommen hat, erwacht eine neue Leidenschaft in der Mannschaft. Der aktuelle Lauf ist kein Zufall, sondern das Ergebnis minutiöser Taktik und einer starken Mentalität, die sich gerade im Pokal zeigt.
Das letzte Heimspiel gegen Nice, die sie in der letzten Ausgabe der Coupe de France mit 1:0 besiegten, ist ein klares Signal: hier lebt das Feuer des Hauses, hier kämpft man um jeden Zentimeter. Wenn die Canaris am Sonntag gewinnen, hätten sie erstmals seit 2023 drei Siege in Folge erzielt – die Basis für ein echtes Final-Abenteuer. Das Stadion Stade de la Beaujoire wird dann zum heutigen wahren Prüfstein der teaminternen Entwicklung, die in den letzten Wochen sichtbar gewachsen ist.
Auf der anderen Seite steht Nice, eine Mannschaft, die seit Monaten in der Krise steckt und seit November kaum noch auf positive Ergebnisse blickt. Derzeit eine Bilanz von 2 Siegen in 11 Partien – kein Ruhmesblatt. Unter Claude Puel, der am Ende des vergangenen Jahres das Steuer wieder übernommen hat, wächst die Unsicherheit, während die Anhänger und Fans sehnsüchtig auf einen Befreiungsschlag warten. Das letzte Auswärtsspiel, das sie gewannen, datiert bereits aus August gegen Auxerre. Seitdem sind sie auf der Suche nach Stabilität, nach einem Funken Hoffnung in der Ferne, um ihre Durststrecke zu beenden.
Das Momentum liegt natürlich bei Nantes, doch die Psychologie im Pokal birgt immer Überraschungen. Trotz der zahlreichen Abwesenheiten – Mostafa Mohamed, Chidozie Awaziem auf AFCON, Youssouf Ndayishimiye und Mohamed Abdelmonem mit Verletzungen – verfügt Nice über gestandene Spieler wie Morgan Sanson, die schon Familienbande und Erfahrung in solchen Spielen besitzen. Die Mannschaft wird alles daran setzen, die negative Serie zu beenden und sich für den Angriff auf die nächste Runde zu qualifizieren.
Taktische Analyse: Wer dominieren kann
— Visuelle Stärke und Pressing
Nantes, in ihrer Heimstätte, ist bekannt für robustes, beharrliches Spiel, das sich durch eine solide Defensivleistung und schnelle Konter auszeichnet. Ihre 3-4-2-1-Formation unter Kantari zielt auf Flexibilität: Radakovic, Tati und Cozza sichern das zentrale Bollwerk, während Amian und Machado auf den Flügeln die Flügelzange für Druck und Offensive bilden. Besonders die Offensivkraft von Abline und El-Arabi bringt Gefahr, vor allem bei Standardsituationen – eine Waffe, die Nantes in so einer kritischen Phase nicht aufgeben will.
Nice wiederum setzt vor allem auf kreative Impulse über Diallo, Ndombele und Sanson im Mittelfeld, um den Spielaufbau zu kontrollieren und den Gegner zu überraschen. Die Angreifer Wahi und Gouveia sollen die schnellen Konter setzen, jedoch fällt die Mannschaft durch inkonsistente Leistungen auf. Die Frage lautet: Können sie im Stadion der Gastgeber ihre spielerische Klasse auf den Platz bringen, oder wird die Atmosphäre zu groß?
— Verletzungen und Personal
Nantes muss auf Mohamed und Awaziem verzichten, dafür kehren Spieler wie Bahmed Deuff und Youssef El-Arabi in den Kader zurück. Die strategische Entscheidung im Sturm und im Mittelfeld wird entscheidend sein, ob Kantari die Balance zwischen Defensive und Offensivkraft hält.
Nice kämpft mit Verletzungen bei Mohamed Abdelmonem, Youssouf Ndayishimiye und Moise Bombito. Auch Terem Moffi und Jeremie Boga sind fraglich, was die Offensivqualität erheblich beeinflusst. Die Rückkehr von Zoumana Diallo und Morgan Sanson, die letzte Woche entscheidend trafen, könnte den Unterschied machen.
Unsicherheiten und Schlüsselspieler
- Für Nantes wird die Leistung von El-Arabi, der wieder in die Startformation rücken könnte, entscheidend sein, um gefährliche Torraumszenen zu schaffen.
- Bei Nice liegt die Hoffnung auf Sanson, der das Spiel aus der Tiefe lenken kann, sowie auf Wahi, der für seine Zielstrebigkeit bekannt ist.
Prognose: Spannung pur beim Schlusstausch
Unsere Einschätzung: Nantes 1:1 Nice, mit einem Sieg im Elfmeterschießen für die Gastgeber. Die Heimstärke der Canaris, kombiniert mit einer eklektischen Formkrise bei den Aiglons, sorgt für ein knappes, nervenaufreibendes Spiel.
Der Ausgang bleibt ungewiss, doch die wahren Gewinner sind jene Fans, die das Feuer der französischen Kuppelei durch Leidenschaft und Ehrgeiz wieder erleben dürfen.
Dieses Spiel ist mehr als nur ein Kriterium auf Papier: Es ist ein emotionaler Kampf, ein Kampf um den Glauben, um den Platz in der Geschichte des französischen Fußballs. Für Fans und Beobachter ist klar: Hier entscheidet nicht nur das Ergebnis, sondern der Wille, niemals aufzugeben.