Nach einer turbulenten Endphase im Jahr 2025 will Nice mit einem Neuanfang unter Trainer Claude Puel gegen Strasbourg die Krise beenden und wieder Selbstvertrauen tanken.
| Datum | Teams | Wettbewerb | Ergebnis | Bemerkungen |
|---|---|---|---|---|
| Erstes Ligaspiel im 2026 | Nice – Strasbourg | Ligue 1 | Prognose: 1-2 Strasbourg | Mit neuem Trainer, Hoffnung auf Wende |
| Letztes Aufeinandertreffen | Nice – Strasbourg | Ligue 1 | Unbesiegt in den letzten 4 Spielen | Heimstärke bei Torerfolg vor Eigenem Publikum |
Realignment bei „Les Aiglons“: Neue Hoffnung im Schatten der Krise
Der Start ins Jahr 2026 präsentiert sich für den OGC Nice weniger einer neuen Chance, sondern vielmehr der Basis für eine grundlegende Wende. Nach einer Serie von neun Niederlagen in allen Wettbewerben, darunter sechs in der Ligue 1, steht das Team an einem Scheideweg. Die Verantwortlichen haben wenig Geduld gezeigt und entließen Franck Haise, nachdem die letzte Spielphase nicht nur spielerisch, sondern auch mental zum Stillstand kam. Für die aufkommenden Aufgaben wurde der erfahrene Claude Puel zurückgeholt – eine Entscheidung, die auf Kontinuität und Expertise setzt, um die Mannschaft wieder in die Spur zu bringen.
Die bisherigen Heimauftritte in der Liga zeichnen noch keine rosigen Aussichten: vier Niederlagen aus den letzten fünf Heimspielen, verbunden mit dem Druck, den der neue Coach sofort abfedern muss. Doch das letzte Aufbäumen in der Coupe de France gegen Saint-Etienne, die mit 2:1 gewonnen wurde, bringt dennoch Hoffnung. Dieser Sieg hat den Druck etwas abgebaut, doch das ist nur ein erster kleiner Schritt auf einem langen Weg zurück in die Erfolgsspur.
Historisch betrachtet, hat Nice eine positive Serie gegen Strasbourg – das Team ist seit vier Ligaspielen unbesiegt gegen die Elsässer und hat auch in dieser Saison noch kein Heimspiel verloren, wenn es den ersten Treffer erzielt. Diese Fakten könnten für Puel eine wichtige psychologische Basis sein, um die Mannschaft wieder auf Erfolgskurs zu bringen.
Doch der Blick auf die Realität zeigt, dass die Herausforderungen enorm sind. Die Mannschaft ist geprägt von Verletzungen und Personalengpässen. Mohamed Abdelmonem, Youssouf Ndayishimiye, Moise Bombito sowie andere Schlüsselspieler fallen aus, was die Kaderqualität einschränkt. In den nächsten Tagen wird Puel die Mannschaft anpassen müssen, um ein funktionierendes System auf den Platz zu bringen.
Das Duell im Detail: Analyse der Ausgangslage und Erwartungen
Probleme bei Nice: Verletzungen, Formschwäche und psychischer Druck
Die jüngste Formkurve ist erschütternd: Für die Ligue 1 stand eine Serie von sechs Niederlagen aus den letzten sechs Ligaspielen, insgesamt sogar neun Niederlagen in Folge in allen Wettbewerben. Diese Durststrecke vernebelt die Sicht auf den Klassenerhalt, liegt das Team nur fünf Punkte über dem Relegationsplatz.
Eine Kehrtwende ist notwendig, doch die aktuelle Situation macht es schwer. Die Ausfälle von Schlüsselspielern wie Mohamed Abdelmonem, Youssouf Ndayishimiye und Moise Bombito schwächen die Defensive erheblich. Zudem sind mit Hichem Boudaoui, Yehvann Diouf, Antoine Mendy und Ali Abdi mehrere Optionen auf internationaler Bühne gebunden, was die Personalplanung weiter erschwert.
Gleichzeitig fehlt es an Selbstvertrauen, das in der bisherigen Saison nur sporadisch aufblitzte. Das Umschalten auf ein organisiertes, defesiv stabiles Spiel könnte die Chance sein, die Freude am Fußball zurückzubringen – insbesondere vor eigenem Publikum.
Strasbourg: Defensive Kompaktheit und taktische Stabilität als Schlüssel
Die Gäste aus Strasbourg befinden sich in keiner ganz so schlechten Lage – vier Spiele ohne Niederlage in allen Wettbewerben zum Ende des Jahres 2025 geben Zuversicht. Besonders die Defensive überzeugt: neun Mal wurde in der Saison die Null gehalten, was eine beeindruckende Statistik ist.
In den letzten vier Partien konnten sie drei Siege feiern, was ihre Form durchaus positiv erscheinen lässt. Besonders interessant ist die Strategie, auf stabile Abwehrarbeit zu setzen und das Umschaltspiel zu nutzen, um bei Fehlern der Gegner Kapital zu schlagen.
Auf fremdem Platz sind die Elsässer allerdings weniger stabil: In der Fremde sind sie seit fünf Spielen sieglos, was die deutliche Schwäche im Abschluss außerhalb des heimischen Stadions unterstreicht. Das frühe Gegentor stellt für Strasbourg eine besondere Herausforderung dar, da sie bislang kaum Punkte nach einem Rückstand holen konnten.
Prognose und Taktik: Das Spiel als Heimmatch der Überraschungen?
Unter Puel erhofft man sich eine veränderte Herangehensweise mit Fokus auf Stabilität und kontrolliertem Spielaufbau. Das Ziel ist, die Defensive zu festigen und die Offensive durch Geduld und gezielte Umschaltmomente zu belohnen.
Strasbourg wird auf eine kompakte Abwehr setzen, tief verteidigen und auf schnelle Konter lauern. Das Team wird versuchen, die Heimniederlagensequenz zu beenden und die Serie ohne Auswärtssieg auszubauen. Das dürfte eine spannende, taktisch geprägte Begegnung werden.
Anders als die letzten schwachen Auftritte von Nice ist aus dieser Partie eine Überraschung möglich – gerade weil Strasbourg zuletzt vor allem defensiv stark agierte und auf situative Konter setzte.
Team News und Personal: Der Einfluss auf die Taktik
Für Nice ist die Personaldecke angespannt. Neben den Verletzten Mohamed Abdelmonem, Youssouf Ndayishimiye und Moise Bombito fehlen auch Spieler infolge ihrer internationalen Verpflichtungen. Auch Tom Louchet ist gesperrt. Wahrscheinliche Startelf-Pläne deuten auf eine Defensive mit Clauss, Bah, Peprah und Bard hin, ergänzt durch das Mittelfeld um A. Samen, Sanson und Ndombele.
Bei Strasbourg fehlen Sofiane Sow, Guela Doue, Mamadou Sarr, Emmanuel Emegha, Rabby Nzingoula sowie möglicherweise weitere Akteure. Die offensive Kreativität könnte von Enciso, Nanasi und Panichelli angefacht werden, während die Abwehr durch Omobamidele, Doukoure und Chillwell gestützt wird.
Dieses Personal-Update deutet auf eine taktische Flexibilität hin, wobei Strasbourg wahrscheinlich defensiv stabil bleibt und auf Konter setzt, während Nice versuchen wird, durch aggressives Pressing den Gegner unter Druck zu setzen.
Unser Fazit: Ein Spiel voller Spannung und taktischer Raffinesse
Wir prophezeien ein enges Spiel, bei dem Strasbourg aufgrund ihrer defensiven Stabilität und der taktischen Disziplin leichte Vorteile haben könnte. Die Heimmannschaft wird alles daran setzen, die Negati-rie zu beenden und das neue Jahr mit einem Sieg zu beginnen – eine Herausforderung, die sie ohne ihre wichtigsten Spieler stemmen müssen.
In einem Spiel, das voraussichtlich von Taktik und Mentalität geprägt ist, haben die Elsässer die besseren Karten, um bei Nice zu sitzen und die Serie der Auswärtsspiele des Gegners auszubauen.
Unsere Prognose: Nice 1:2 Strasbourg – ein Spiel mit Mut, taktischer Klugheit und einer Portion Überraschung, das den Weg für eine hoffentlich positive Wende in der Ligue 1 ebnet.