Die Königsklasse Europas scheint für die Roma in weiter Ferne; gegen Abstiegskandidat Pisa ist Wiedergutmachung Pflicht.
| Parameter | Detail |
|---|---|
| Begegnung | AS Rom – Pisa |
| Wettbewerb | Serie A |
| Datum | Freitagabend |
| Rückstand auf Platz 4 (Como) | 4 Punkte |
| Form (Roma, letzte 4 Spiele) | 3 Niederlagen |
| Gegentore Roma (letzte 5 Spiele) | 12 |
| Pisa: Tabellenposition | Schlusslicht (18 Punkte) |
| Pisa: Auswärtsleistung | Seit 15 Spielen ohne Sieg |
| Romaheimbilanz | 10 Siege aus 15 Spielen |
| Prognose Fußbal-Heute | Roma 2-0 Pisa |
Die Ewige Stadt im Zwielicht: Roms verzweifelte Jagd nach der Königsklasse
Du spürst es in der Luft, nicht wahr? Es ist diese Mischung aus stickiger Hoffnung und dem beißenden Geruch der Enttäuschung, die momentan über Trigoria hängt. Für die AS Rom, die stolzen Giallorossi, droht das Fundament unter den Füßen wegzukrachen. Die Champions-League-Träume, die man sich mit eisernem Willen und taktischer Finesse erträumt hatte, werden langsam zu Rauch, der sich in der römischen Frühlingsluft verflüchtigt. Die Serie A hält der Mannschaft von der Tiber gerade einen gnadenlosen Spiegel vor: Drei Pleiten in den letzten vier Ligaspielen – das ist kein Ausrutscher mehr, das ist ein Abrutsch in die Mittelmäßigkeit, die in dieser Saison bereits den Europapokal kostet.
Der März der Pleiten: Eine Defensive im freien Fall
Seit dem Beginn des Märzes hat sich das Gesicht der Roma dramatisch verändert. Nur vier magere Pünktchen aus fünf Partien – das Ergebnis ist ernüchternd. Während Como und, man glaubt es kaum, Juventus in der Tabelle davonzugehen scheinen, hat sich die römische Truppe selbst ins Abseits manövriert.
Was diesen Absturz so schmerzhaft macht, ist die Art und Weise. Die Giallorossi waren über Monate hinweg das Bollwerk der Liga, eine defensive Festung, die nur schwer zu knacken war. Doch die jüngste Statistik spricht Bände: Zwölf Gegentore in dieser kurzen Negati-rie! Das ist exakt die Anzahl an Treffern, die man zwischen November und Februar kassiert hat – eine bemerkenswerte Konstanz im Negativen, wenn man es so sehen will.
Die jüngste Demontage im San Siro gegen Inter Mailand war exemplarisch. Schon nach der ersten Minute lag man hinten – eine krasse mentale Schwäche, die der Scudetto-Auserwählte gnadenlos ausnutzte. Man wurde, um im mildesten Tonfall zu bleiben, schlichtweg überrollt. Diese Dismal Away Form setzt sich fort, doch Frustrationsbewältigung muss jetzt im heimischen Kolosseum her.
Aktuell belegt Roma Platz sechs. Vier Punkte Rückstand auf den begehrten vierten Rang, gehalten von Como, mit Juventus, das dazwischenlauert. Und die Gefahr schnurrt direkt im Nacken: Atalanta, aktuell Siebter, lauert nur einen Zähler entfernt. Wer die UEFA-Ranglistenpunkte und die Prämien der Königsklasse liebt, der muss einsehen: More slip-ups could prove costly. Die Aussicht, nach der schmerzhaften Eliminierung im nationalen Duell gegen Bologna aus der Europa League auch noch die Champions League zu verpassen, wäre ein K.o.-Schlag für die sportliche Planung und die Moral des Ethos der Curva Sud.
Zurück in die Arena: Das Olimpico als letzte Zuflucht
Gegen diesen Hintergrund wirkt die bevorstehende Heimpartie gegen Pisa wie eine dringende medizinische Maßnahme. Das Stadio Olimpico ist diese Saison Roms Heiligtum. Zehn Siege in fünfzehn Serie A Spielen sprechen eine klare Sprache. Seit dem Dezember letzten Jahres ist man hier im Ligabetrieb ungeschlagen. Diese Serie muss verteidigt werden, nicht nur für die Tabelle, sondern für die Seele dieses Vereines.
Die kommenden Wochen werden zum Saisonfinale, einem wahren Gruppen-Showdown der Schwergewichte, die Roma noch vor sich hat. Atalanta, Fiorentina, der Überraschungsdynamo Bologna und der Erzrivale Lazio – das ist kein Spaziergang, das ist der Weg durchs Höllenfeuer. Ein Sieg gegen Pisa ist essentiell, gar existenziell, um überhaupt noch auf Augenhöhe in diese entscheidenden Duelle gehen zu können. Jetzt drei Punkte zu verschenken, käme einem Freifahrtschein für die Konkurrenz gleich.
Pisa: Das sinkende Schiff der Toskana
Während die Gedanken in Rom um die Sterne kreisen, kämpft Pisa ums nackte Überleben in der zweiten Liga – oder besser gesagt, um die bitterste aller Gewissheiten: den direkten Abstieg. Die Historie spricht Bände, wenn es um Duelle mit der Roma geht: Nur zwei Siege in zehn Erstliga-Begegnungen, zuletzt ein knappes 0:1 im August.
Die anfängliche Euphorie, die Pisa letztes Jahr als Serie B-Vizemeister in die höchste Spielklasse katapultierte, ist längst verpufft. Eine grim winless run von 17 Spielen im späteren Saisonverlauf hat die Mannschaft demoralisiert. Die jüngste 0:1-Niederlage gegen Torino war nur ein weiterer Nagel im Sarg. Mit 18 Punkten klebt Pisa hoffnungslos am Tabellenende, neun Zähler vom rettenden Ufer entfernt, bei nur noch sieben ausstehenden Spielen.
Der Trainerwechsel im Februar, die Verpflichtung von Oscar Hiljemark, brachte keine Wende. Nur ein Sieg in acht Versuchen – das ist die mickrige Bilanz. Die Nerazzurri scheinen mit angezogener Handbremse in die Tiefe zu segeln. Die Offensive ist tot: Fünfmal hintereinander ohne eigenen Treffer in den letzten sieben Partien. Seit Hiljemarks Amtsantritt ist Pisa die einzige Mannschaft, die auswärts kein einziges Tor erzielt hat. Eine 15 Spiele andauernde Auswärtsserie ohne Sieg spricht für sich. Ein Sieg in Rom wäre keine Überraschung mehr – es wäre ein historisches Erdbeben.
Kadertiefe und Schlüsselduelle: Wer schnürt die Stiefel?
Die personelle Lage bei der Roma ist ein Spiegelbild der jüngsten Turbulenzen. Die Abwehr, die so lange das Prunkstück war, muss nun improvisieren. Nach dem Dreierpack an Gegentreffern in nur zwölf Minuten im zweiten Durchgang gegen Inter, sind personelle Rotationen gegen Pisa wahrscheinlich unumgänglich, um Körperlichkeit und mentale Frische wiederzugewinnen.
Verletzungssorgen und Jubiläen
Ein schmerzhafter Ausfall ist der von Gianluca Mancini, der wegen einer Adduktorenverletzung passen muss – ein Schlüsselspieler in der italienischen Defensivzentrale. Hinzu kommt die prominente Angriffsreihe, die ohnehin fehlt: Paulo Dybala, Artem Dovbyk und Evan Ferguson – diese drei Akteure fehlen in der Offensive, was die Abhängigkeit von den Verbliebenen noch erhöht. Positiv ist die nahende Rückkehr von Schlüsselspieler Manu Kone und dem brasilianischen Wing-Back Wesley, die dem Kader dringend Tiefe verleihen würden.
Ein besonderes Augenmerk liegt auf Lorenzo Pellegrini. Der ehemalige Kapitän netzte am Sonntag noch zum Trost ein. Ihm fehlt nur noch ein Tor, um die magische Marke von 50 Serie A Treffern zu erreichen. Hinzu kommt, dass er womöglich seinen 300. Auftritt im italienischen Oberhaus feiert – ein solches Jubiläum im eigenen Stadion gegen einen vermeintlich leichten Gegner zu zelebrieren, ist ein starker Motivator.
Die größte Konstante im Sturm ist Donyell Malen. Aufgrund der dünnen Personaldecke wird der Niederländer kaum eine Verschnaufpause bekommen. Seit seiner Ankunft Mitte Januar avancierte er zum Top-Torschützen der Roma in der Serie A (sieben Treffer) und ist gleichzeitig der Spieler mit den meisten Abschlüssen in dieser Zeitspanne. Er muss die Last tragen.
Die Hoffnungsschimmer bei den Gästen
Bei Pisa ist die Offensive auf wenige Schultern verteilt. Stefano Moreo ist mit sechs Toren der Hauptmann der Zebras. Hoffnungsträger auf fremden Plätzen ist Matteo Tramoni, der an drei Treffern in seinen letzten vier Auswärtsspielen beteiligt war (Tore gegen Cagliari und Udinese, Assist gegen Inter).
Die PS-Probleme der Toskaner werden durch weitere Verletzungen verschärft: Daniel Denoon, Marius Marin und Isak Vural fehlen weiterhin. Immerhin kam Altmeister Juan Cuadrado am Wochenende zurück auf die Bank – ein Zeichen für einen möglichen mentalen Schub, sollte er eingewechselt werden. Zudem kehrt Winterneuzugang Rafiu Durosinmi nach abgesessener Zwei-Spiele-Sperre zurück und erhöht den Druck auf Henrik Meister im Sturmzentrum.
Mögliche Aufstellungen: Justierung statt Revolution
Trainer Daniele De Rossi wird versuchen, die Defensive zu stabilisieren, ohne die Offensive komplett zu schwächen, was durch die Verletzungsmisere schwierig wird.
Roma mögliche Startelf (Formationsverschiebung angedeutet):
Svilar; Ghilardi, Ndicka, Hermoso; Celik, Cristante, Pisilli, Tsimikas; Soule, Pellegrini; Malen
Pisa mögliche Startelf (Hiljemark sucht nach dem Heilmittel):
Semper; Calabresi, Caracciolo, Canestrelli; Leris, Hojolt, Akinsanmiro, Aebischer, Angori; Tramoni; Durosinmi
Fazit von Fussball-Heute: Der Pflichtsieg muss her
Man kann die jüngsten Leistungen der Roma nicht schönreden. Die Defensive leckt, die Mentalität schien gegen Inter gebrochen. Aber wir reden hier vom Heimspiel gegen Pisa, ein Team, das seit Monaten wie ein Kartenhaus zusammenfällt. Ein Versagen im Olimpico gegen den Tabellenletzten käme einem sportlichen Suizid gleich.
Die Giallorossi müssen die Intensität der letzten Wochen im Latium nutzen, um die 10 Siege aus 15 Heimspielen zu untermauern. Es wird keine Gala, dafür ist die Mannschaft zu angeschlagen und taktisch durcheinandergewürfelt, aber es wird ein Arbeitssieg. Die Qualität, verkörpert durch Malen und einen womöglich motivierten Pellegrini, muss ausreichen, um die Nullnummern-Pisa, die auswärts seit Ewigkeiten nicht mehr getroffen hat, in Schach zu halten. Es geht darum, die minimale Chance auf die Königsklasse am Leben zu erhalten.
Wett-Tipps heute: Roma 2-0 Pisa. Dieses Resultat ist die geringste Annahme, um den Blick wieder gen Norden zu richten. Juventus und Como schauen zu – Roma darf nicht straucheln.